Beitrag von unserer Bloggerin Petra Nemec
Mein Motto für die Faschingsparty: Selbst gemacht und nachhaltig!
Meine Tochter und ich sind richtige Fasching-Fans. Unsere Faschingsparty soll eine absolut nachhaltige und spaßige Feier werden!

Heuer feiern wir den Fasching wieder mit einer Party. Dabei lassen wir Plastik-Deko & Co weg und unserer Kreativität freien Lauf.
Meine Tochter und ich sind richtige Fasching-Fans und lieben Kostüme, lustige Spiele und gutes Essen bei unseren Partys. Sicher ist, es soll eine absolut nachhaltige und spaßige Feier werden, denn es ist gar nicht schwer eine Party ohne Plastik-Dekoration und Wegwerf-Kostüme zu machen.
Mein selbstgemachtes Faschingskostüm
Heuer möchte ich für meine Tochter ein Kostüm aus alten Kleidern und Stoffresten selbst gestalten. Alles, was sich dazu verwenden lässt, sind nicht mehr getragene T-Shirts, Hosen, Kleider, Hüte, Schmuck, Tücher, alte Strumpfhosen usw. Das Material ist also schnell zusammengesucht. Mit einer Nähmaschine, Kordeln und Verpackungsmaterialien lassen sich wunderbare Kostüm-Unikate gestalten.
Leider sind meine Nähkünste eher bescheiden und da habe ich genau das Richtige gefunden: einfach und ohne Nähmaschine ein Pocahontas-Kostüm aus alten T-Shirts.
Hier eine Schritt-für-Schritt-Fotoanleitung zum Nachmachen:
Mein Tipp: Ein einfacher Kopfschmuck passt hervorragend dazu und kann aus einem breiteren Gummiband, einer Stoffborte, ein paar Federn und Nähzeug selbst gestaltet werden.
Dazu das Gummiband und eine bunte Borte auf die Kopf- bzw. Stirnbreite ablängen. Die bunte Borte auf der Längsseite zunähen. Die Borte sollte etwas länger sein als das Gummiband. Nun das Gummiband in die bunte Borte einziehen, auf einer Seite zunähen und das Stirnband nochmal probieren. Die zwei Gummibandenden verbinden und zusammennähen. Das Stirnband vorne mit 2-3 Federn bekleben und fertig ist der Kopfschmuck.

Das Kostüm ist gelungen, nun steht unserer Faschingsparty nichts mehr im Weg!
Hier sind meine 10 Tipps für eine ökologische Faschingsparty:

- Statt Kunststoff-Glitzer, Plastikkonfetti und Luftballons lieber einfache Papierdekoration und Girlanden aus altem Zeitungspapier oder Buntpapier basteln. Bunte Stofftücher machen das Ganze dann komplett.
- Aus Holz lassen sich hübsche Faschingsdekorationen fertigen beispielsweise durch bunte Bemalung. Der Vorteil: sie kann jedes Jahr wieder verwendet werden.
- Dekorationen aus gesammelten Naturmaterialien (Zapfen, Muscheln, Steinen usw.) wie z.B. ein Tisch- oder Türkranz aus Filzwolle mit bunt bemalten Eicheln können gemeinsam gestaltet werden.
- Ein Buffet mit Häppchen und Fingerfood auf Tellern und Platten serviert, erspart den Abwasch von vielen Tellern.
- Trinkhalme aus Plastik haben bei uns nichts verloren. Da gibt es genügend nachhaltige Alternativen!
- Beim Essen Rezepte mit (Bio-) Wintergemüse, Nüssen und Trockenfrüchten wählen und selbst gemachte Sirupe in Krügen und Saftspendern anbieten.
- Statt einzelner Chips- und Popcorn-Packungen lieber Popcorn und Erdäpfel-Chips im Topf bzw. Backofen selbst machen!
- Viele Kostüme und Scherzartikel sind billige Wegwerfartikel aus Plastik. Hier gilt „weniger ist mehr“. Kostüme, Perücken, Hüte, Brillen, Kopfgestecke und vieles mehr kann man einfach ausleihen oder im Freundeskreis weitergeben. Bei unserer Feier herrscht übrigens auch ein Waffenverbot – ich bin kein Fan von Schwertern, Pistolen und Co.
- Nachhaltig und sowieso langlebiger sind selbst gemachte Kostüme aus alten Kleidungstücken und Stoffen.
- Faschingsschminke enthält meist Konservierungsmittel, Metalle für die Farbpigmente, Duftstoffe und vieles mehr. Selbstgemachte Schminke ist frei von künstlichen Zusatzstoffen, besser verträglich für die Haut und simpel selbst herzustellen.
Apropos Schminke – hier finden Sie eine Anleitung für selbst gemachte Faschingsschminke